Keine Frage, wenn ein Team das ganze Jahr hindurch hocherfolgreich zusammen arbeitet, dann soll es auch mal ordentlich gemeinsam feiern. So ist es denn auch längst Tradition geworden bei der CLP, ein Sommer- und ein Winterfest miteinander zu planen und zu genießen. Tolle Events wie etwa ein ADAC-Sicherheitsfahrtraining in Lüneburg, afrikanisches Flair beim Buschkochen auf einem Obsthof im Alten Land oder ein Wochenende beim Festival of Lights in Berlin mit Besichtigung von Sanssouci. Um die Weihnachtszeit herum haben sich die CLP-ler beispielsweise von Starköchin Cornelia Poletto in ihrem Hamburger Restaurant verwöhnen lassen oder zuletzt im Januar 2018 ein Konzert in der Elbphilharmonie besucht.

Im Sommer 2017 hieß es dann: „Leinen los zum Segeltörn mit der Rigmor von Glückstadt!“

Flotte Flaute und grandioses Grillen

Nicht nur „Oh ja!““ und „Hurra!“ sondern auch spontane Äußerungen wie „Oh nee, ich werde doch so leicht seekrank!“ und „Bei Wind komme ich nicht mit!“ waren die Reaktionen, als Jutta Kemkes ihrem Team mitteilte, dass ein Segeltörn auf der Elbe das Sommerevent 2017 sein sollte. Zum Glück zeigten sich die Wetterfrösche am 7. Juli gnädig – jedenfalls im Sinne eingefleischter Landratten. Echte Segler (wie Jutta Kemkes) wären bei den Wetterverhältnissen gar nicht erst losgefahren. Aber der Reihe nach.

Treffpunkt 11 Uhr Glückstadt Außenhafen: 20 Grad C Lufttemperatur, leicht bedeckt, die Elbe so ruhig wie ein Ententeich. Stimmung allerseits freudig beim Anblick des schmucken historischen Gaffelseglers, an Bord auf Anhieb ein guter Draht zur sympathischen Crew – besser konnte der Tag nicht beginnen.

„Leinen los!“ hieß es dann und unter Motor steuerte unser Kapitän die Rigmor gemütlich hinaus auf die Elbe flussabwärts Richtung Cuxhaven/Nordsee. Unser Ziel: die Brammer Bank, wo Seehunde sich tummeln und auch Seevögel gern rasten. Obwohl wir immer noch nur etwas mehr als gar keinen Wind hatten, wurden Großsegel und Fock gesetzt – allein schon wegen des Segelfeelings! Und natürlich half das CLP-Team der Rigmor-Crew tatkräftig dabei. Zunächst fuhren wir noch mit dem ablaufenden Wasser. So ging es immerhin im Schneckentempo voran (bitte keine Fragen nach der Knotenzahl (Geschwindigkeit), ist nicht der Rede wert. Gelacht wurde trotzdem allerwärts an Bord, oder gerade deshalb.

Dann kommt die Brammer Bank in Sicht. Die Spannung steigt, Ferngläser werden angesetzt, und: wir sehen einen Seehund, mutterseelenallein auf der Sandbank schlummernd. Auch die Seeadler, Möwen & Co. Hatten heute wohl woanders Termine. Zudem kenterte die Tide jetzt, das Wasser lief wieder auf in Richtung Hamburg ,wir hätten gegen den Strom anfahren müssen. Also Kurswechsel, Kommando „Wende“ und mit zwei bis drei Knoten Fahrt schipperten wir zum Fähranleger der Insel Krautsand am niedersächsischen Elbufer. Aus der nahe gelegenen Eisdiele gab es erst einmal eine Ladung leckere Eiscreme. Gestärkt legten wir wieder ab mit Kurs auf die Rhinplatte, einer kleinen Insel direkt vor Glückstadt.

   
Unterwegs fiel Shujun Mu auf, wie sich die Fahrwassertonnen stark neigten und Strudel hinter sich ließen – ganz so, als wären sie motorgetrieben und würden sich rasant vorwärts bewegen. Ja wirklich, so sah es aus. Aber es ist nur eine optische Täuschung. Denn die Tonnen sind fest verankert an ihrem Platz im Boden der Elbe, um den Schiffen zuverlässig den Weg zu weisen. Allein das auflaufende Flutwasser mit seiner Kraft und Geschwindigkeit drückt sie entsprechend steil nach vorn, versucht quasi, die Tonne mitzureißen in seine Richtung elbaufwärts. Mit der einsetzenden Ebbe geht der Tanz der Bojen elbwärts erneut los.

Jedenfalls sorgte dieses Naturschauspiel für reichlich Diskussion an Bord und noch mehr Gelächter (letzteres besonders bei den Skippern von der Rigmor). Schließlich gelang es Kai-Uwe Steffens in seiner Eigenschaft als Physiker, seine Kollegin Shujun Mu davon zu überzeugen, dass es sich keinesfalls um einen Spuk der Klabautermänner handelt. Darauf wurden einige Biere geköpft. Gemütlich ging der Törn weiter rund um die Rhinplatte zurück in den Glückstädter Hafen.

Alle waren sich einig: Das war eine flotte Flaute, ein fröhlicher und entspannter Segeltörn, der allen Beteiligten Spaß gemacht hat. Wiederholung erwünscht!

Aber damit war der CLP-Sommerausflug noch längst nicht vorbei. Jetzt ging es nach Kollmar an den Steindeich ins Gartenparadies von Jutta Kemkes, direkt am Elbdeich mit Schiffen und Schafen. Die Chefin stand persönlich am Grill (übrigens eine ihrer liebsten Sommer-Freizeitbeschäftigungen). Tomaten/Feta/Kräuter-Päckchen, Wildschweinrücken und Wildschweinwürstchen mit allem Zubehör kamen auf den Tisch. Gut gelaunt genossen alle gemeinsam Speis und Trank und netten Klönschnack. Und weil es so schön war und noch so viel übrig, gab es Nachschlag: ab etwa 20 Uhr wurde der Holzkohlengrill nochmal angeheizt. Zum Abschied gegen 23 Uhr schwärmten alle von diesem grandiosen Grillen.